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Presse Börse April 2002
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ComicBörse 17.April 2005
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Die Börse in der Presse
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Erste Comics waren Höhlenmalereien
Heftchen-Börse: Bessunger Knabenschule war Treffpunkt der Sammler – Von „Asterix“ bis „Tim und Struppi“
Wo gibt’s denn sowas? Alle Superhelden auf einem Fleck: von Batman und Lucky Luke über Micky Maus und Asterix bis hin zu Dragonball und Narutaru. Chronologisch sortiert und liebevoll in Schutzfolie eingepackt, warten sie darauf, an Sammler verkauft zu werden, die mit den dünnen Comic-Heftchen für eine Weile die Realität vergessen und in die Phantasiewelt der gezeichneten Figuren eintauchen. Auf der südhessischen Comic-Börse am Sonntag herrschte in der Bessunger Knabenschule rege Buchhandel-Atmosphäre. Fans der beschrifteten Standbilder machten sich an den Verkaufsständen auf die Suche nach Exemplaren, mit denen sie ihre Sammlungen komplettieren können. „Bereits die ersten Höhlenmalereien waren Comics“, sagt Veranstalter Michael Schardt. Beliebt seien die thematisch unterschiedlichen Comics, da das Auge des Betrachters mit vielen Bildsequenzen durch den Text geleitet wird. Doch es gehe in Comics nicht immer nur um Gut und Böse. „Die Geschichten sind aus dem Leben gegriffen, beziehen sich teilweise auf historische und politische Begebenheiten“, erklärt Schardt, der Comic-Spezialist aus dem ehemaligen Tutti Booki-Buchladen. Wie teuer sind die illustrierten Heftchen? „Es gilt: Je älter ein Comic und je kleiner die Auflage, desto teurer ist es“, sagt Schardt. Die ersten Originalausgaben von „Tim und Struppi“ lägen da schon im fünfstelligen Bereich. „Bleistiftskizzen sind auch sehr wertvoll.“ Doch bei dem stolzen Preis von mehreren zehntausend Euro eher was für betuchte Sammler. Die Freundinnen Vanessa, Katharina und Jennifer haben sich eben an Schardts Stand mit Mangas eingedeckt. „Video Girl Ai“ heißt die japanische Serie. „Die ist total lustig“, sagen die Sechzehnjährigen einstimmig. Bereits zum zweiten Mal seien sie auf der Börse. „Hier bekommt man die Hefte oft günstiger als im Laden“, sagt Vanessa. Sie gesteht: „Wir geben viel zu viel Geld für Comics aus.“ Nicht alle Comicfiguren sind so niedlich und großäugig wie die Mangas. Von anderen Covern blicken grimmige, blutrünstige Monster, zu Mensch gewordene Kampfmaschinen, aber auch wohlgeformte, spärlich gekleidete Actionheldinnen. Bei Ralf Bulota muss der Sammler schon tiefer in die Tasche greifen, wenn er eine der deutschen Erstausgaben von Micky Maus ergattern will. Stolze 400 Euro kostet das gelbe Heftchen, das 1966 für 75 Pfennig über die Ladentheke ging. „Ich habe schon als Kind Comics gelesen“, sagt der Sammler. „Damals gab’s ja noch keine Fernseher und Computer.“ Auf der Börse versucht er, Doppel-Exemplare loszuwerden, da bei seinen rund 1000 Comics der Platz langsam eng wird. Während die meisten Besucher in den spannenden Geschichten der Actionhelden blättern, interessiert sich Rainer Völker diesmal eher für die Drucke mit einzelnen Szenen. „Die sind immer vom Zeichner signiert und nummeriert“, sagt der Kenner. Die 35 Euro für fünf Flugzeugmotive zahlt er ohne Wimpernzucken. „Ich lese vor allem Fliegercomics“, gibt Völger zu, dessen Sammlung einen Umfang von vier mal zwei Meter umfasst. Für sein kostspieliges Hobby spart der Darmstädter fleißig. Doch man müsse die Comics wie Aktien betrachten. „Hält man sie gut verschlossen und gepflegt, lassen sie sich später gut verkaufen.“ Denn es gebe nur noch wenige gut erhaltene Erstausgaben. Und während sich Völger mit seiner neuen Habe auf den Heimweg macht, warten „X-Man“, die „Rächer“, „Fix und Foxi“ sowie „Iron Man“ immer noch auf neue Besitzer.
Daria Polasik 18.4.2005 Darmstädter Echo
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Presse Börse April 2002
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Campusmagazin
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Bunte
Bilderwelten in Bessungen |
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Für die einen
"bunte Schundheftchen", für die anderen die "Neunte Kunst": Comics. Für
alle, die in die bunten Bilderwelten abtauchen wollen war die 8.
"Südhessische Comic-Börse" am 22. April in der Bessunger Knabenschule ein
Muss. |
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Darmstädter Echo
Mönche müssen auch kämpfen Comic: Der Darmstädter Zeichner Tim Schuster und das „Hatto & Co“-Projekt – Schon als Knirps hat er Figuren aufs Blatt gebracht
„Ich möchte die Capriola“, sagt ein Besucher der Darmstädter Comic-Börse. Flink zeichnet Tim Schuster die Ziege mit Kugelschreiber auf die erste Seite des zweiten Bandes seiner Comic-Reihe „Hatto & Co“. Schnell noch eine persönliche Widmung und sein Autogramm dazu – schon kommt der nächste an die Reihe auf der Comic-Börse gestern in der Bessunger Knabenschule. Geduldig schreibt der Darmstädter Comiczeichner seine Unterschrift in die beiden bisher erschienenen Comicbände und plaudert ab und zu über seine Arbeit.
Angefangen hat alles mit einem Anruf vom Verlag Parzeller, bei dem „Hatto & Co“ erscheint. Dort sind Mitarbeiter auf die Arbeit des Grafikers Tim Schuster aufmerksam geworden, und schon haben sie den Kontakt zu den geistigen Urvätern der neuen Comic-Reihe hergestellt. Die Idee stammt von Joachim Schulz, der mit dem Texter Mathias Schmidt die Geschichten entwickelt. Tim Schuster hat die Geschichte um die fünf Mönche aus dem Mittelalter erzählt bekommen und war sofort begeistert. „Ich habe dann die Charaktere entwickelt“, berichtet er. Mit den beiden anderen im Hatto-Team hat er sich regelmäßig abgesprochen und die Figuren den gemeinsamen Vorstellungen angeglichen. Die Vorbereitungen haben knapp vier Monate gedauert, gezeichnet hat Schuster schließlich ein halbes Jahr. „Eine Zeit lang habe ich gedacht, ich kann die Comics nebenbei zeichnen, aber mittlerweile bin ich automatisch Comiczeichner geworden.“ Leben kann er davon allein zwar nicht, aber er sieht das Zeichnen sowieso eher als Berufung an. „Ich mag es, die Figuren in Bewegung zu bringen“, schwärmt er. Deswegen hat er auch schon zwei Zeichentrick-TV-Spots gedreht und komplett produziert. Demnächst eröffnet er mit einem Partner eine Werbeagentur in Darmstadt.
Über Arbeitsmangel kann sich der Vierunddreißigjährige also nicht beklagen. Hinzu kommt, dass der dritte Band von „Hatto & Co“ schon in Planung ist. „Mit dem ersten Band haben wir ein Fundament geschaffen“, erklärt Schuster. „Der zweite Band war jetzt einfach ein Muss.“ Der Titel „Der Langobarden-Dolch“ ist Programm: Zum ersten Mal müssen die Mönche im zweiten Band ein richtiges Abenteuer bestehen und sogar kämpfen.
Auch graphisch hat sich einiges verändert. Schuster hat erstmals mit einer Schreibfeder statt mit einem Füller gezeichnet. „Die guten Comiczeichner können alle mit Feder zeichnen“, meint Schuster. Außerdem wurde der zweite Band komplett mit dem Computer coloriert. Ganz im Gegensatz zum ersten Teil, in dem Schusters Schwester Stefanie Kohl noch per Hand alle Bilder farbig anlegte.
Besonderen Wert legen die Macher der Hatto-Reihe auf die geschichtsnahen Ereignisse, die im Comic dargestellt werden. Einige der Kriege und Figuren hat es tatsächlich gegeben.
Schuster zeichnet nicht nur gern Comics, er liest sie auch. Im zarten Knabenalter entdeckte er sein Talent als Zeichner. „Ich habe damals im Religionsunterricht schon immer die Römer für alle gezeichnet“, erinnert er sich schmunzelnd.
Darmstädter Echo - om 23.4.2002 |
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